Die Wirtschaftsministerin Christa
Thoben erklärte den heutigen Tag zu einem guten Tag für Bochum. Dabei
bleibt der ausgehandelte Kompromiss weit hinter der ursprünglichen
Rückzahlungsforderung in Höhe von 60 Mio. Euro. Da kann man beim besten
Willen nicht von einem guten Tag für Bochum sprechen. Ganz im
Gegenteil: heute ist ein schwarzer Tag für unsere Stadt.
Der
Kompromiss und die von Nokia zugesagten 20 Mio. zuzüglich des Erlöses
aus dem Verkauf des Betriebsgeländes in Bochum ist ein klares Signal an
kapitalistische Heuschrecken, dass sie so weiter machen können wie
bisher. Die verantwortliche Landesregierung wird sich mit Peanuts
abspeisen lassen und das auch noch für einen Erfolg verkaufen. Ich
fordere die Landesregierung auf, den Kompromiss nicht umzusetzen und
notfalls die Rückzahlung der Subventionen an den Nokia-Konzern
einzuklagen. Sonst würde es Veruntreuung von öffentlichen Steuergeldern
darstellen.