„Das Urteil gegen Fazil Say, wie auch die fortgesetzte Inhaftierung tausender politischer Gefangener, zeigt, dass die Türkei auf dem Weg in einen autoritären islamistischen Unterdrückungsstaat ist. Meinungs- und Pressefreiheit sind in der Türkei von Ministerpräsident Erdogan und seiner AKP gefährdet. Das betrifft auch die Inhaftierung von über 100 Journalisten.
Von einer Demokratisierung durch die EU-Beitrittsverhandlungen kann in der Türkei keine Rede sein. Die Bundesregierung ist gefordert, gerade vor dem Hintergrund der politischen Verfolgung von Künstlern und Intellektuellen, die Kumpanei mit dem Erdogan-Regime zu beenden. Die Bundesregierung darf nicht weiter wegschauen und muss endlich auch gegenüber der Regierung Erdogan die brutalen Menschenrechtsverletzungen ansprechen."