„Mit einem Geiselnehmer möchte ich nicht dinieren“

“Ich bin für den Dialog mit der Türkei. Allerdings finde ich den jetzt gesetzten Rahmen eines Staatsbesuchs mit Bankett und militärischen Ehren völlig unangemessen. Ich halte es für falsch, ihm die Gelegenheit zu geben, sich als international anerkannter Staatsmann zu präsentieren”, so MdB Sevim Dagdelen im Interview mit der WELT am 22. September 2018.

Kein Propaganda-Auftritt von Erdogan

“Es ist eine politische Bankrotterklärung, dass die Bundesregierung den Propaganda-Auftritt Erdogans zulässt. Erdogan vergiftet das Klima in Deutschland und streut Hass und Hetze in die Gesellschaft. Mit der Eröffnung der DITIB-Zentralmoschee untermauert der türkische Präsident dreist und unverhohlen seinen Machtanspruch auch in Deutschland“, erklärt Sevim Dagdelen.

Merkel verwechselt Stabilität mit Friedhofsruhe

„Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika ist so wenig ein ‚Vater der Stabilität‘ wie die Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien ein ‚Stabilitätsanker‘ im Nahen Osten ist. Statt weiterer Waffenhilfe für Bouteflika braucht es einen Stopp der Rüstungsexporte“, erklärt Sevim Dagdelen.

Laschet sabotiert Arbeit der Kohlekommission

Die NRW-Landesregierung sabotiert mit der Räumung des Protestcamps im Hambacher Forst die Arbeit der Kohlekommission und sichert allein die Profitinteressen des Energiekonzerns RWE. Die Linke. steht solidarische an der Seite der friedlichen Proteste gegen die Waldzerstörung, so Sevim Dagdelen.

Bundeswehr nicht zur Luftwaffe von Al-Qaida machen

“Ein Kampfeinsatz deutscher Soldaten in Syrien auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump ist außenpolitisches Abenteurertum und eklatanter Völkerrechtsbruch. Der angekündigte Einsatz ist zudem eine Verletzung des Grundgesetzes und des Parlamentsvorbehalts des Deutschen Bundestages”, erklärt Sevim Dagdelen.

Ein neuer schmutziger Deal mit Erdogan droht

“Maas` Türkeireise ist eine offene Absage an die von der Bundesregierung vielbeschworene werteorientierte Außenpolitik. Statt Imagepflege für Despoten zu betreiben und mit Erdogan zu kungeln, braucht es klare Ansagen, die den Demokraten in der Türkei den Rücken stärken“, erklärt Sevim Dagdelen.