Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

MdB Sevim Dagdelen an der Uni Köln zu “Free the press, stop the war!”

29. November @ 18:3021:00

Diskussionsveranstaltung anlässlich der Inhaftierung und drohenden Auslieferung des Wikileaksgründers Julian Assange an die USA

Mit:

  • John Shipton (Vater von Julian Assange) und
  • Se­vim Dağ­delen (MdB, Die Linke)

„Ich halte diese Dokumente nach wie vor für einige der wichtigsten Dokumente unserer Zeit. Ich glaubte, die Depeschen wür­den uns nicht schaden, aber sie wür­den peinlich sein. Ich glaubte, dass die Öffentlichkeit, insbesondere die ameri­ka­ni­sche Öffentlichkeit, eine all­ge­meine De­batte über das Militär und unsere Au­ßen­politik im Irak und in Afghanistan füh­ren wird, wenn sie denn einmal diese Do­kumente lesen könnte. Es wäre damit ei­ne Chance für unsere Gesellschaft ge­ge­ben, sich Rechen­schaft über diese Form des Gegen-Terrorismus abzulegen, mit dem wir die menschliche Seite der Be­wohner in diesen Ländern Tag für Tag mis­sachten.“

Aus dem „Schuldbekenntnis“ von Whistleblowerin Chelsea Manning während ihres Prozesses in den USA. Chelsea Manning war 2010 zu 35 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie Wikileaks Dokumente über die US-amerikanischen Kriegsverbrechen zur Verfügung stellte. Ihre Haftzeit wurde auf sieben Jahre verkürzt.

Mit der Veröffentlichung geheimer Dokumente durch die Enthüllungsplattform Wi­kileaks sind die Verbrechen der Mäch­ti­gen dieser Welt ins Licht der Öffentlichkeit gelangt und viele der Betroffenen ha­ben ein Gesicht und eine Stimme be­kom­men. Korruption, Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät und Umweltverbrechen, die er­bar­mungs­lose Kriegs- und Besetzungspolitik der USA im sogenannten „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan und im Irak, das unrechtmäßige Festhalten und die Folter von Gefangenen in Guantanamo, mas­sen­haft staatliche Spionage des US-Geheim­dienstes und weitere Verbrechen konn­ten nachgewiesen werden und sind Ge­genstand medialer Berichterstattung und in einigen Fällen juristischer Verfah­ren geworden.

Julian Assange, Gründer von Wikileaks, ist aktuell in England in ein­em Hochsi­cherheitsgefängnis inhaf­tiert und die meis­te Zeit isoliert, die USA haben seine Auslieferung be­antragt, um ihn wegen seines Engagements für Wiki­leaks vor Gericht zu stel­len. Mit seiner In­haftierung und dem Aus­­lieferungsgesuch werden die Grund­la­­gen der Demo­kra­tie, die Presse- und Mei­­nungsfreiheit an­gegriffen, weil die Ent­­hüllungen von Wi­kileaks eine Politik ent­­larven, die nicht im Interesse der Be­völ­­kerung ist und daher keine Aufklärung ver­­trägt. Der Vater von Julian Assange, John Shipton, ist in Eu­ropa, um über das Wir­­ken und die unrecht­mäßige Verhaftung von Julian Assange aufzuklären und setzt sich für sei­ne sofortige Freilassung ein.

Wir wollen mit John Shipton und mit Se­vim Dağ­delen, Mitglied des Bundestages für die Partei Die Linke, über die Gründe für die Verfolgung von Julian Assange und von Whistleblowern sowie die Be­deu­­tung von Initiativen wie Wikileaks für Men­­schenrechte und die Beendigung von Kriegsverbrechen diskutieren.

„Zeitgleich, als Julian von sieben Polizisten aus der ecuadorianischen Botschaft geschleppt wurde, eröffnete sich weltweit eine Möglichkeit, Journalisten und die Presse- und Mei­nungsfreiheit zu unterdrücken. Wir müssen das mit jedem Atemzug bekämpfen.“

John Shipton, Vater von Julian Assange, im Interview mit weltnetz.tv in Berlin.

Eine Veranstaltung von: Wendepunkt – Sozialisten an der Uni Köln, Kölner Friedensforum, DieLinke.SDS, Kölner Friedensforum, DFG-VK Köln, aufstehen Köln, DIDF, der Lutherkirche Köln Südstadt.

Details

Datum:
29. November
Zeit:
18:30–21:00

Veranstaltungsort

Universität Köln, Saal A1 des Hörsaalgebäudes
Albertus Magnus Platz
Köln, 50923
+ Google Karte