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Angstkampagne gegen Globalen Migrationspakt

Gerade in puncto Braindrain ist die Kritik der AfD unredlich und heuchlerisch. Denn sie fordert Einwanderung nach Nützlichkeitskriterien des großen Kapitals. Das ist Ihr Denken: Nützlichkeitsrassismus. So Sevim Dagdelen in ihrer Rede im Bundestag am 8. November 2018.

Brain-Drain enteignet die Länder des Südens

Sichere, legale Migrationswege schaffen zu wollen, darf nicht bedeuten, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte aus den Ländern des Südens einfach im Norden abgeworben werden, erklärte Sevim Dagdelen bei den Beratungen zum Global Compact for Migration am Sitz der UNO in New York.

Migrationspakt muss bei Fluchtursachen ansetzen

Die Verhandlungen über einen globalen Migrationspakt sind ein Schritt in die richtige Richtung. Ziel muss es aber vor allem sein, die wirtschaftlichen Bedingungen und Lebensperspektiven vor Ort so zu gestalten, dass Menschen erst gar nicht zu Flucht und Migration gezwungen werden, so Sevim Dagdelen.

Fluchtursachen bekämpfen, Brain-Drain verhindern

Reiche und Superreiche in den kapitalistischen Ländern des Nordens müssen über eine Flüchtlingssteuer angemessen an den globalen Kosten von Flucht und Migration beteiligt werden. Das hat Sevim Dagdelen in ihrer Rede im UNO-Hauptquartier in New York gefordert.

Staat versagt bei Integration

Die Angaben des statistischen Bundesamtes über die Benachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund offenbaren das Scheitern der Bundesregierung bei der Integration. Es ist Ausdruck des Staatsversagens, wenn der Migrationshintergrund weiter ein gravierender Faktor bei Armut und schlechter Bildung ist, erklärt Sevim Dagdelen.