Während deutsche Generäle mit Angriffen auf Russland drohen und die Bundeswehr zur größten Armee Europas aufgerüstet wird, mahnt der 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion an die gefährlichen historischen Kontinuitäten. Kolumne von Sevim Dagdelen im Overton-Magazin am 17. Juni 2026.
Am 22. Juni 1941 eröffnete Nazideutschland seinen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. 84 Jahre später wollen und müssen wir daran erinnern, denn dies ist bitter nötig, da von bürgerlicher Geschichtsschreibung daran gearbeitet wird diese historischen Fakten zu verzerren oder gar umzudeuten.
„Willy Brandt hatte gerade in den Hochzeiten des Kalten Krieges mit den Ostverträgen auf Entspannung gesetzt. Dieses Erbe Willy Brandts droht von der Ampel-Regierung aktuell mit der Lieferung von immer mehr und immer schwereren Waffen an die Ukraine völlig verspielt zu werden“, erklärt Sevim Dagdelen.
Nachfrage von MdB Dagdelen ergibt: Neben der Ukraine hat nur Lettland ebenfalls abgesagt. Kasachstan, Tadschikistan, Estland und Litauen hatten nicht auf die Einladung reagiert und auch nicht an der Eröffnung teilgenommen. Von den 15 ehemaligen Sowjetrepubliken nahmen dagegen neun Staaten teil.
Über den Weg als Panzersoldat der Roten Armee bis zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Gespräch von MdB Sevim Dagdelen mit David Dushman, dokumentiert in der „jungen welt“ am 19. Juni 2021.
Als Panzerfahrer der Roten Armee half er unter anderem bei der Verteidigung von Jelnja gegen die deutsche Wehrmacht. Er war erst 21 Jahre alt, als er am 27. Januar 1945 mit seinem T-34-Panzer den Elektrozaun des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz niederwalzte und half, die letzten Gefangenen zu befreien. In der Nacht auf vergangenen Samstag ist David Dushman im Alter von 98 Jahren gestorben.