Julian Assanges Freilassung ist Anlass zu großer Freude

„Heute ist ein großer Tag der Freude. Die Freilassung des Journalisten und Wikileaks-Gründers Julian Assange Ist eine fantastische Nachricht, die Mut macht. Es ist der großen internationalen Solidarität geschuldet, dass die US-Regierung unter Präsident Joe Biden die weitere politische Verfolgung des mutigen Journalisten endlich aufgegeben und einer Verhandlungslösung für die Freiheit von Julian Assange zugestimmt hat. Die Freilassung von Julian Assange war lange überfällig“, erklärt Sevim Dagdelen, außenpolitische Sprecherin der BSW-Gruppe im Bundestag. Dagdelen weiter:

„Ich freue mich für Julian Assange und seine Familie, dass das Martyrium ein Ende findet. Zu hoffen bleibt, dass Julian Assange vollständig genesen kann.

Es bleibt gleichwohl eine große Schande für die USA und die NATO-Staaten insgesamt, dass Julian Assange seit 2010 seiner Freiheit beraubt und diffamiert worden ist, weil er geheime Dokumente publik gemacht hat, die Kriegsverbrechen der USA im Irak und Afghanistan und Folterprogramme der CIA belegen. Seine über fünf Jahre währende Inhaftierung im britischen Guantanamo, dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, zur Sicherstellung einer möglichen Auslieferung an die USA spricht rechtsstaatlichen Grundsätzen Hohn. Dass die US-Regierung nun den ganz überwiegenden Teil der Anklagepunkte fallen lässt, zeigt, mit welch hanebüchenen juristischen Winkelzügen der Dissident des Westens verfolgt und terrorisiert worden ist.

Es bleibt ein großes Armutszeugnis, dass die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock keinen Beitrag zur Freilassung von Julian Assange geleistet hat.“


Foto: Sevim Dagdelen bei Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in London am 2. September 2012

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