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„Anschlag auf deutsch-türkische Beziehungen“

Nach der Festnahme eines Anwalts in der Botschaft in Ankara hat MdB Sevin Dagdelen im Interview mit dem Deutschlandfunk am 22. November 2019 harte Maßnahmen von der Bundesregierung gefordert. Die Regierung wisse von der Gefährdung Hunderter Asylantragsteller in Deutschland, setze aber den Schmusekurs gegenüber der Türkei fort.

Kenntnisse der Bundesregierung über eine Unterstützung türkischer Kriegshandlungen auf syrischem Staatsgebiet durch Katar

Der Bundesregierung sind Medienberichte über die Äußerungen des türkischen Außenministers Çavusoglu am 3. November bekannt. Katar hat nach Kenntnis der Bundesregierung die türkische Militäroperation in Nordostsyrien nicht verurteilt und Vorbehalte gegen eine Verurteilung durch die Arabische Liga geltend gemacht.

Erkenntnisse der Bundesregierung über eine Unterstützung der Türkei durch islamistische Gruppen im Rahmen der Kriegshandlungen auf syrischem Staatsgebiet

Nach Kenntnis der Bundesregierung sind regimefeindliche bewaffnete Gruppierungen, die einem islamistischen Spektrum zugeordnet werden können und innerhalb derer auch salafistische Einflüsse präsent sind, an der türkischen Militäroperation in Nordostsyrien beteiligt.

Vladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan

Abkommen von Sotschi zweischneidig

„Es ist gut, dass durch das Abkommen von Sotschi der türkische Vormarsch und die Massaker der islamistischen Soldateska Erdogans gestoppt werden sollen. Es ist allerdings eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region, dass dem türkischen Despoten eine eigene Besatzungszone im Norden Syriens eingeräumt wird“, erklärt Sevim Dagdelen.

Völliger Irrsinn

„Frau Kramp-Karrenbauer ist bereit, deutsche Soldaten zu tausenden als Bodentruppen in die Region zu entsenden. Das ist völliger Irrsinn, und ich bin froh, dass das keine Meinung der Koalition ist”, so MdB Sevim Dagdelen in den ARD-Tagesthemen am 22. Oktober 2019.